Der Präzisionsstanzprozess von Anschlüssen: Fertigungstechnologie im Mikrometerbereich
2026-07-20
Bei der Präzisions-Endklemmenprägung geht es nicht nur darum, Metall in Form zu schneiden – es geht vielmehr darum, eine Toleranz im Mikrometerbereich Schlag für Schlag bei hoher Geschwindigkeit einzuhalten. In der Fertigungshalle betreiben wir Servopressen, die mit Hochgeschwindigkeits-Folgeverbundwerkzeugen ausgestattet sind, typischerweise mit 200 bis 1.500 Hüben pro Minute. Was für das bloße Auge wie eine Unschärfe wirkt, ist tatsächlich eine präzise abgestimmte Abfolge: Kontaktfedern, Widerhaken, Verriegelungslaschen – alles wird in einem kontinuierlichen Ablauf geformt, ohne den Streifen anzuhalten und neu zu positionieren.
Das richtig umzusetzen, hängt von drei Dingen ab, bei denen wir niemals Kompromisse eingehen.
An erster Stelle steht das Werkzeug selbst. Unsere Werkzeuge werden nach extrem engen Spezifikationen gefertigt – etwa ±0,002 mm – unter Verwendung von Präzisions-Drahterodieren und sorgfältigem manuellen Polieren. Außerdem überwachen wir das Werkzeugspiel sehr genau und halten es normalerweise bei nur 2–3 % der Materialstärke. Das sorgt für eine saubere Scherkante und minimiert Grate, anstatt später auf zusätzliche Nachbearbeitung angewiesen zu sein.
Dann ist da das Materialverhalten. Wir arbeiten hauptsächlich mit Hochleistungskupferlegierungen – Phosphorbronze C5191, Berylliumkupfer C17200 –, die sowohl wegen ihrer Leitfähigkeit als auch ihrer Federeigenschaften ausgewählt werden. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, zu steuern, wie das Metall unter Belastung reagiert. Biegen ist kein Schritt, den man einfach einstellt und vergisst; wir müssen die Rückfederung berücksichtigen, damit die endgültige Geometrie exakt dort bleibt, wo sie sein muss.
Schließlich ist Qualität nichts, was wir „am Ende prüfen“. Unsere Linien sind mit Online-CCD-Bildverarbeitungssystemen und Laser-Dickenmessgeräten verbunden. Jede Klemme wird anhand strenger Kriterien gemessen – Abmessungen, Beschichtungsdicke, mechanische Festigkeit –, sodass wir keine Teile ausliefern, die lediglich „in Ordnung aussehen“. In der Praxis ermöglicht uns dies, Fehlerquoten deutlich unter 50 PPM einzuhalten, was wichtig ist, wenn unsere Klemmen in Fahrzeugen oder hochwertigen Elektronikprodukten eingesetzt werden.